Logo Logo2
Logo3
   Dietfurt / Kloster / Garten / Ökologischer Anbau / Bogen
Tomaten pflanzen
Tomaten pflanzen

Ökologische Bewirtschaftung

Der Garten liefert einerseits das Gemüse und Obst zur Versorgung der Kursteilnehmer und der Hausgemeinschaft, zum anderen dient er den Gästen als Anlage zum Verweilen und Erholen. Diese doppelte Funktion ermöglicht eine traditionelle Bewirtschaftung, welche nicht an betriebswirtschaftlichen, sondern an ökologischen und ästhetischen Grundsätzen orientiert ist.

Konsequenter Fruchtwechsel

Der Boden des Gemüselandes ist bis in Pflugtiefe feinkrümelig und humos. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, wird ausschließlich organischer Dünger wie Kompost oder Stallmist in dreijährigem Turnus ausgebracht. Frischer Stallmist wird noch in einigen Frühbeeten zur biologischen Bodenerwärmung verwendet und bewirkt dort deutliche Wachstumsvorsprünge. Ein konsequenter Fruchtwechsel auf Grundlage genauer Bebauungspläne verhindert, dass der Boden ermüdet und erhält dessen Gesundheit.
Mist einfüllen
Mist einfüllen
Auf frisch gedüngten Gemüsequartieren wachsen im ersten Jahr stark zehrende Fruchtgemüse wie Gurken, Zucchini und Tomaten, daneben auch Kartoffeln, Salate, Lauch oder Knollensellerie. Gemüse mit mittleren Nährstoffansprüchen wie die verschiedenen Kohlgemüse der Kreuzblütlerfamilie stehen im zweiten Jahr auf der Fläche. Das sind Blumenkohl und Brokkoli, Weiß-, Rotkohl und Wirsing, Kohlrabi, Rosenkohl und Grünkohl. Auch der in Bayern als Kren bekannte Meerrettich gehört dazu. Bevor sich der Kreis schließt folgen im dritten Jahr Wurzelgemüse wie Möhren und Rote Bete, dazu Zwiebeln und Hülsenfrüchte wie Stangenbohnen und Erbsen.

Im Gewächshaus oder im Frühbeetkasten werden alle benötigten ein-, zwei- oder auch mehrjährigen Gemüse-, Kräuter- und Zierpflanzen selbst herangezogen. Dazu wird qualitativ hochwertiges Saatgut von anerkannt ökologischen Saatgutfirmen bezogen oder es wird eigenes Saat- und Pflanzgut verwendet.

Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmaßnahmen beschränken sich auf das absolut notwendige. Oft kann man beobachten, dass ein geduldiges Unterlassen sinnvoller sein kann als die sogenannten Schädlinge übereilt zu bekämpfen. Zum Beispiel finden sich in Blattlauskolonien auf Gemüse bald Nützlinge ein. Marienkäfer und ihre Larven, Räuberische Gallmücken- und Schwebfliegenlarven können die befallenen Pflanzen in wenigen Tagen von den unerwünschten Saugern befreien, worauf sie gesund und zügig weiterwachsen. Im Klostergarten wird auf chemische Pflanzenschutzmittel ebenso selbstverständlich verzichtet wie auf synthetisch hergestellte Düngemittel.
Der Boden wird gefräst.
Der Boden wird gefräst.
Für gesunde Pflanzen ist es viel wichtiger, den Boden in der Vegetationszeit regelmäßig oberflächlich zu lockern, um die Wasserverdunstung und damit natürlich das nötige Giessen zu minimieren. Die Begleit- oder Konkurrenzflora (früher als Unkraut bezeichnet) wird an ihrer Ausbreitung gehindert und der Boden besser durchlüftet. Den gleichen Effekt erzielt man durch Mulchen, also wenn die Bodenoberfläche mit organischem Material wie Häckselgut oder Grasschnitt abgedeckt wird.

Gejätet wird hier nur selektiv. Kräuter und Blumen, die sich selbst aussäen, werden in den Gemüsebeeten und an deren Rändern wenn möglich geduldet. So stehen Dill und Echte Kamille zwischen Kohl, Bohnenkraut zwischen Bohnen und Möhren, Ringelblume und Borretsch bei Gurken und Zucchini und fördern so zusätzlich die Pflanzengesundheit und Artenvielfalt.

Die Gemüsequartiere werden von farbenprächtigen Sommerblumenrabatten umgeben. Was unsere Augen erfreut ist hier gleichzeitig Tankstelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere.

Striche unten
Hausbild