Faszination Natur

Zum Meditationshaus St. Franziskus gehört ein Klostergarten, der auf wunderbare Weise Nutzen und Schönheit miteinander verbindet. Es ist eine Oase des Friedens, die seit mehr als dreihundert Jahren nach ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet wird. Im Schutz der alten Mauern wachsen Gemüse, Obst und Blumen in einmaliger Vielfalt, wie man sie sonst kaum noch finden wird.

Die Faszination dieses Gartens führt manche Besucher ins Staunen. Die Grundsätze des Lebens können sich unmittelbar bei der Begegnung mit den Pflanzen und anderen lebendigen Dingen im Garten zeigen. Natürlich können wir den Frieden des Herzens nur in uns selbst finden. Diese schöne Umgebung kann uns dabei helfen.

Die Gartenanlage

Das Kreuz als Symbol christlichen Glaubens bildet den Grundriss des Gartens. Im Mittelpunkt des Gemüsegartens fließt das Wasser als Quell allen Lebens durch einen von hauseigener Quelle gespeisten Brunnen. Ein weiterer kleiner Brunnen steht im Zentrum des umfangreichen Kräutergartens. Neben den etwa tausend Quadratmetern Gemüsegarten gibt es einen großen Obstbaumbestand mit Äpfeln und Birnen, Pflaumen und Kirschen und weiteren Obstarten.

Durch eine Mauer getrennt finden sich nach einem Durchgang im südlichen Gartenteil die Frühbeetkästen und das Gewächshaus des Klosters neben einem idyllischen Fischweiher, welcher den Brüdern früher zum Baden diente. Zum Garten gehören ferner ein Bienenhaus, verschiedene Lager- und Unterstellräume, eine kleine Werkstatt und auch der Friedhof der Franziskaner.

Der Garten als Lehrmeister

Für den aufmerksam Verweilenden wird der Garten wie für den Gärtner zum Lehrmeister. Hier sind die Gesetze des Lebens vollkommen offenbart. Im unaufhaltsamen Werden und Vergehen, im Wachsen, Blühen, Fruchten und Sterben können wir für einen Augenblick die Welt anhalten. In der Unendlichkeit dieses Momentes offenbart sich der unveränderliche Urgrund aller sich stets bewegenden Erscheinungsformen.