Das Meditationshaus St. Franziskus heißt Sie herzlich willkommen!
Das Meditationshaus St. Franziskus ist ein Ort der Neuorientierung, Besinnung und Vertiefung, wo Sie Kraft für die Herausforderungen des täglichen Lebens schöpfen können und Raum finden für die wesentlichen Fragen unseres Menschseins. Stille, Einfachheit und Sammlung prägen diesen Ort.
Wir bieten Kurse und Seminare in Zen-Meditation, Kontemplation, T'ai Chi Ch'uan, Qi Gong, Ikebana, Sakraler Tanz, Musikmeditation und Yoga. Sie finden bei uns auch Sesshin, intensive Übungswochen in Zen-Meditation unter der Leitung international anerkannter Zen-MeisterInnen.
Aktuelles aus unserem Haus
Karate und Zen im Meditationshaus Dietfurt, 11. - 17. Mai 2026
Im Jahr 2026 wird im Meditationshaus St. Franziskus erstmalig ein besonderer Kurs angeboten: „Karate und Zen“. Auf den ersten Blick mögen diese beiden Wege unterschiedlich erscheinen – hier die Kampfkunst, dort die Stille der Meditation. Und doch entspringen beide derselben Quelle: der Suche nach Präsenz, Klarheit und einem stillen Geist.
Der gemeinsame Ursprung
Karate, wie viele traditionelle Kampfkünste, ist weit mehr als eine Technik zur Selbstverteidigung. In seiner ursprünglichen Form ist es ein Übungsweg – ein Do, ein Weg der Schulung des Menschen. Ähnlich wie im Zen geht es nicht um äußeren Erfolg, sondern um innere Ausrichtung. Die Bewegungen im Karate sind klar, reduziert und zugleich hochkonzentriert. Jede Bewegung erlangt vollständige Gegenwärtigkeit. In diesem Sinne ist Karate eine Form der Meditation in Bewegung.
Zen hingegen führt in die Stille. Im Sitzen, im Atmen, im einfachen Dasein öffnet sich ein Raum, in dem Gedanken zur Ruhe kommen können und sich das Wesentliche zeigt. Beide Wege – Bewegung und Stille – ergänzen sich dabei auf natürliche Weise. Beide Wege sind auch historisch bis in die Gründungszeit des Zen in China aufs Engste in der mythenhaften Gestalt des Bodhidharma verwoben.
Übung im Hier und Jetzt
Sowohl im Zen als auch im Karate steht das Hier und Jetzt im Mittelpunkt. Es gibt keinen nächsten Moment, der wichtiger wäre als dieser. Im Training zeigt sich unmittelbar, ob der Geist gesammelt ist oder zerstreut, ob der Körper im Einklang ist oder gegen sich selbst arbeitet.
Karate konfrontiert uns dabei auf direkte Weise: Unklarheit im Geist wird zu Unklarheit in der Bewegung. Spannung im Inneren wird sichtbar im Äußeren. So wird die Übung zu einem Spiegel – ehrlich und unverstellt.
Zen hilft, diesen Spiegel anzunehmen, ohne zu bewerten. Es schafft die Grundlage für eine Haltung von Offenheit und Gelassenheit, die auch im Karate spürbar wird.
Ein zentrales Prinzip im Karate ist die Verbindung von Spannung und Entspannung, von Kraft und Loslassen. Eine Technik ist nur dann wirksam, wenn sie aus einem Moment innerer Leerheit entsteht – frei von Zögern, frei von überflüssiger Anspannung.
Diese Leerheit ist kein Mangel, sondern ein Raum der Möglichkeiten. Im Zen wird sie als Ursprung allen Handelns erfahren. Aus ihr heraus entsteht eine Bewegung, die nicht vom Ego gesteuert ist, sondern aus tiefer Klarheit kommt.
Ein Weg für den ganzen Menschen
Der Kurs „Karate und Zen“ lädt dazu ein, beide Wege miteinander zu erfahren. Zeiten der Meditation wechseln sich ab mit Übungseinheiten aus dem Karate. Dabei geht es nicht um Leistung oder Perfektion, sondern um das Erforschen der eigenen Erfahrung.
Teilnehmende sind eingeladen,
- den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen,
- die Verbindung von Atmung und Bewegung zu erleben,
- eine Haltung von innerer Sammlung zu entwickeln, die über das Üben hinaus in den Alltag wirkt.
Karate und Zen begegnen sich in der Einfachheit. Beide führen zurück zu dem, was immer schon da ist: ein klarer Geist, ein wacher Körper, ein offenes Herz.
Wir laden Sie herzlich ein, diesen Weg ein Stück gemeinsam in Dietfurt zu gehen.
Kein Zazenkai im Mai, nächster Zazenkai am Sonntag, 21.06.2026
Im Mai findet leider kein Zazenkai in Dietfurt statt. Zum nächsten Termin am Sonntag, den 21. Juni 2026 von 9-17 Uhr laden wir ganz herzlich ein! Alles weitere zu unserem eintägigen Zazen-Übungstag, der ohne Anmeldung zugänglich ist, finden Sie hier. Ein Tag in Stille und Achtsamkeit, ganz dem "da sein" gewidmet. Die Termine für das ganze Jahr 2026 finden Sie ebenfalls dort!
Mittagsschlaf –
die Hand ruht,
der Fächer fällt.
Tan Taigi (1709–1771)